Die Tarifmodelle Flatrate, Volumen und Burstable
Der Preis einer Standleitung setzt sich üblicherweise aus zwei Bestandteilen zusammen: der Bereitstellung der Bandbreite und dem Datentransfer.
Nicht anders als bei einer klassischen Telefonleitung. Neben der Grundgebühr für den Anschluß wird, je nach Tarif und Gesprächsaufkommen, monatlich die tatsächliche Nutzungsdauer im Minuten- oder Sekundentakt abgerechnet.
Der Volumen Tarif
Die Abrechnung erfolgt in Höhe des tatsächlich übertragenen Datenvolumens. Üblicherweise wird jedes angebrochene GB (GigaByte) in Rechnung gestellt, z.B. für 11,- Euro pro GB.
Der Volumen-Tarif mit inkludiertem Volumen
Dem Kunden steht ein monatliches Freikontingent an Datenvolumen zur Verfügung, das bereits im Grundpreis enthalten ist. Zum Beispiel 10 GB. Jedes GB, das darüber hinaus übertragen wurde, wird als zusätzliches Volumen in Rechnung gestellt. Nicht in Anspruch genommenes Freivolumen führt weder zu einer Preisreduzierung, noch wird es auf den nächsten Monat übertragen.
Ein Hinweis zu typischen Rechnungsbelegen bei Volumen-Tarifen:
Der Kunde erhält auf seiner monatlichen Rechnung üblicherweise die Bereitstellungskosten der Bandbreite für den Folgemonat ausgewiesen, jedoch das in Anspruch genommene Volumen des vorletzten Monats. Dies hat seinen Grund darin, daß die Messung und Auswertung des verbrauchten Volumens natürlich erst im Nachhinein erfolgen kann und einige Zeit in Anspruch nimmt.
Der Flatrate Tarif
Ein ebenfalls aus der Telefonie bekanntes Tarifmodell: Der Pauschalbetrag, oder auch: „all you can eat“. Ganz gleich, wie viel oder wie wenig an Daten innerhalb eines einzelnen Monats tatsächlich übermittelt wurde, fällig wird immer der vorab ausgehandelte Preis.
Die Vorteile für den Kunden sind:
- langfristig präzise kalkulierbare Kosten
- kein Risiko eines „Verschätzens“ des tatsächlichen Verbrauchs (vor Projektbeginn können Verbräuche oftmals nur grob geschätzt werden)
- Möglichkeit des Unternehmenswachstums ohne zusätzliche Kosten
Nachteilig ist der im Vergleich zum Volumen-Tarif höhere Grundpreis, der für den Anbieter sämtliche Kosten abdecken muß. Da der Netzbetreiber allerdings eine Mischkalkulation über alle Kunden hinweg vornimmt, ist die wohlüberlegte Entscheidung eines Unternehmens für die Flatrate oftmals deutlich günstiger als das Volumen-Modell, ungeachtet der Tatsache, daß der Kunde darüber hinaus das monatliche Verbrauchsrisiko vermeiden kann.
Der Burstable Tarif
Dieser Tarif bezieht sich nicht auf die monatliche Datenmenge sondern auf die benötigte Bandbreite, also sozusagen auf die Dicke des Wasserrohres, das zur Verfügung steht. Üblicherweise wird ein Unternehmen eine Netzanbindung so großzügig dimensionieren, daß zu jeder Zeit genügend Reserven zur Verfügung stehen. Während des Betriebs liegt die Auslastung der Leitung nur vereinzelt bei der vollen angemieteten Bandbreite, etwa bei der Übermittlung eines großen Datenpakets. Ansonsten und während der Nachtstunden und an Wochenenden, bleibt ein großer Teil der vorhandenen Bandbreite ungenutzt.
Durch den Burstable-Tarif hat der Kunde zum Beispiel eine ständig verfügbare Bandbreite von 10 Mbit/s. Abgerechnet wird jedoch lediglich der tatsächlich über den Zeitraum ermittelte Durchschnitt, beispielsweise 6 Mbit/s.
Fahren Sie einen Bus mit 15 Sitzplätzen, aber bezahlen Sie nur für einen PKW! Dieser sehr kundenfreundliche Tarif wird leider nur von wenigen Netzbetreibern angeboten.
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5. Verhandeln und abschließen
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