Standleitung & SDSL

Alles zum Thema Vernetzung und Datenfestverbindung, Standleitung und SDSL-Anschluss.

Standleitungen - die professionelle Lösung

Mit einer Standleitung erreicht ein Unternehmen das Maximum an möglicher Sicherheit und Performance bei seiner Vernetzung. Ganz gleich, ob es sich um eine Internetanbindung handelt oder um ein unternehmensinternes Netz.

Round-Trip Time und Verfügbarkeit

Neben der Bandbreite, die die Menge an übertragbaren Daten pro Zeiteinheit vorgibt (z.B. 10 Mbit/s), gibt es weitere elementare Kriterien, die beim Einsatz einer Standleitung von Wichtigkeit sein können.

Für zeitkritische Anwendungen oder bei weit entfernten Nutzern kann die Zeit, die ein Datenpaket in einem Netzwerk vom Sender zum Empfänger und zurück benötigt, an Bedeutung gewinnen. Eine Meßgröße hierfür ist die Round-Trip-Time (RTT, Rundreisezeit), anhand derer sich in Millisekunden ablesen läßt, wie lang ein System von der Aufforderung bis zur Datenbelieferung gewartet hat.

Einfluß auf das Ergebnis nimmt die Laufzeit des Signals auf dem Übertragungsmedium sowie die Verarbeitungszeit aktiver Komponenten (z.B. Router und Switch). Funk- und Satellitenverbindungen sind vergleichsweise langsam, Glasfaserstrecken sehr schnell.

Die verbindliche Angabe von (möglichst geringen) Roundtrip-Times gehört in die Leistungsbeschreibung eines Standleitungs-Angebots unbedingt mit hinein.


Typische Round-Trip Time bei einem Business Provider

Innerhalb eines Landes: < 40ms
Innerhalb der EU: < 70ms
EU-US: < 70ms
EU-ASIA: < 70ms



Die Verfügbarkeit einer Standleitung

EDV ist anfällig für Störungen, dies betrifft nicht lediglich den Bereich der Netzwerkanbindungen sondern bekanntermaßen jede Art von System, das sich im praktischen Einsatz befindet.

Typische und allgemein bekannte kurzfristige Störungsquellen für die EDV sind Stromausfälle, defekte Hardware, fehlerbehaftete Software, aber auch Installationsfehler, Unverträglichkeiten von Komponenten, Inkompatibilitäten, Computerviren sowie schleichende Fehler, die selbst nach jahrelangem Betrieb noch unvermittelt auftreten können (z.B. Datumsfehler, Datenüberlauf).

Datenleitungen im Speziellen können z.B. aufgrund von Funktionsstörungen in Endgeräten (Router, Modems, usw.) teilweise oder vollständig gestört werden, sie können durch Baggerarbeiten durchtrennt werden oder durch einen Ausfall von Teilsegmenten der Internet-Infrastruktur vom öffentlichen Netz ausgeschlossen sein.

Um die Qualität seiner Dienstleistung sichtbar zu machen, verspricht ein seriöser Provider seinen Kunden eine Mindestverfügbarkeit. Diese bezieht sich grundsätzlich auf das Jahr. Eine Verfügbarkeit von 100% ist eher ein theoretischer Wert, doch möglichst nah an diesem sollte die Leistung des Netzbetreibers liegen. Für die verschiedenen Dienste wird es, aufgrund der unterschiedlichen technischen Gegebenheiten, individuelle Verfügbarkeiten geben. Einfache DSL-Produkte können beispielsweise nicht den Qualitätsstandard einer echten digitalen Standleitung erreichen. Die einfache Formel für den Kunden lautet: je höher, je besser.

Die Garantie einer Verfügbarkeit ist mit Einschränkungen verbunden: Ein Provider haftet nicht bei höherer Gewalt und auch nicht bei Selbstverschulden des Kunden oder dritter Parteien (z.B. Störungen bei anderen Carriern).

Wie sich die Verfügbarkeit darüber hinaus sinnvoll optimieren läßt, lesen Sie auch beim Thema Redundanz.