Standleitung & SDSL

Alles zum Thema Vernetzung und Datenfestverbindung, Standleitung und SDSL-Anschluss.

Der SDSL-Anschluß - flexibel und preisgünstig

Mit Hilfe einer Business SDSL-Anbindung läßt sich ein Unternehmen ebenso kostengünstig wie zukunftssicher vernetzen - Über Standorte hinweg als VPN (Virtuelles Privates Netz) oder als direkte Anbindung an das öffentliche Internet.

Privatkunden (B2C) versus Businesskunden (B2B)

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, zwei Arten von Diensten gegenüberzustellen, die sich ähnlich sind, aber nicht gleichen. Die Rede ist von den Privatkundenprodukten und denen für Business-Kunden.

Fragen Sie sich selbst: Was erwarten Sie als Business-Kunde und was würden sie keinesfalls akzeptieren?

  • Erreichbarkeit und Kompetenz der Ansprechpartner
    Eine Service-Hotline, die 24x7x365 verfügbar ist, sprich: rund um die Uhr, zeichnet ein Business-Produkt aus. In dieser Zeit ist der Anbieter für den Kunden erreichbar, was auch die Tatsache einschließt, daß nach kurzem Klingeln tatsächlich ein Ansprechpartner am Telefon verfügbar oder alsbald eine E-Mail-Antwort im Kundenpostfach ist. Das regelmäßige minutenlange Ausharren in der Warteschleife der Service-Hotline sollte bei Dienstleitungen im Geschäftskundenbereich nicht vorkommen.
    Ein ebensolches Tabu ist ein Service-Mitarbeiter, der erkennbar einem externen Call-Center zuzuordnen ist und einschlägige Sachkenntnis vermissen läßt. Als Business-Kunde sollte man erwarten können, sofort ein kompetentes, freundliches und verbindliches Gegenüber am Telefon vermittelt zu bekommen. Entweder in Form eines Geschäftskundenbetreuers oder durch den zuständigen Service-Techniker.
  • Rasche Hilfe
    Bei Ausfällen ist schnelles Handeln gefragt. Privatkunden (und deren Dienstleister) nehmen sie zumeist gelassen, aber die Existenz eines Unternehmens kann von EDV-Störungen bedroht werden. Auch an einem Sonntag oder nachts um drei. Entsprechende Maßnahmen sollte ein professioneller Anbieter zu jeder Zeit einleiten können und nicht erst im Laufe des nächsten Werktags.
  • Proaktives Monitoring
    Kümmert sich der Provider proaktiv um Ihren Dienst, bedeutet dies, daß er von sich aus die Leistungswerte überwacht und bereits für eine Fehlerbehebung sorgt, noch bevor Sie als Kunde überhaupt eine Supportanfrage gestellt haben. Nur wenige Anbieter leisten dies, die meisten reagieren lediglich auf Ihre Beschwerde. Fragen Sie nach proaktiver Leistung und lernen Sie hierdurch sehr schnell die Unterschiede im Service-Verständnis der einzelnen Anbieter kennen. Proaktives Monitoring ist ein Zeichen für ein hochstrukturiertes Systemmanagement und sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Merke: Ein Business-Provider sichert seinen Kunden bereits bei Vertragsabschluß feste Reaktions- und Wiederherstellungszeiten in seinen Service Level Agreements zu.

  • Qualität der Endgeräte
    Die Qualität der gesamten Dienstleistung ergibt sich aus der Summe ihrer Einzelteile. Eine deutliche Unterscheidung zwischen Datendiensten für Privat- und Business-Kunden ergibt sich aus den vom Provider zur Verfügung gestellten Hardware-Komponenten für den Betrieb. Neben erstklassigen und hochwertig verarbeiteten Geräten im Business-Bereich werden bei Privatkundenprodukten auch solche für Kundenstandorte vorgesehen, die professionellen Ansprüchen an Zuverlässigkeit nur zum Teil genügen.
    Mit gutem Gewissen kann sich ein Unternehmen auf Router der Anbieter Cisco und Juniper verlassen, da beide Anbieter als maßgebliche Ausrüster der Internet-Infrastruktur über entsprechendes Know-Kow verfügen.
  • Überbuchung
    Wie bereits geschildert, herrscht gerade im Segment der DSL-Produkte ein starker Wettbewerb. Was vordergründig zu attraktiven Preisen für den Kunden führt, sorgt andererseits dafür, daß Anbieter durch allerlei technische und vertragliche Tricks versuchen, ihre Margen zu halten.
    Mittlerweile bei Business-DSL weit verbreitet und im Privatkundenbereich geradezu üblich ist das Überbuchen von Leitungen. Dies bedeutet, daß eine Leistung an mehr Kunden verkauft wird als rechnerisch eigentlich möglich wäre. 1000 Kunden teilen sich beispielsweise mit jeweils 1 Mbit/s eine gesamte Bandbreite von nur 100 Mbit/s. Eigentlich müßte der Anbieter das zehnfache Volumen, also 1000 Mbit/s, für diese Kundengruppe vorhalten. Da aber üblicherweise nicht alle Kunden zugleich die komplette gemietete Bandbreite in Anspruch nehmen, funktioniert dieser Kniff im Regelfall und spart dem Netzbetreiber zudem viel Geld ein. Andererseits ist nicht auszuschließen, daß die Kunden sich nicht zu jeder Zeit an die statistische Berechnung des Anbieters halten, und sobald mehr als jeder zehnte Kunde die Leistung in Anspruch nimmt, reduziert sich die tatsächlich verfügbare Bandbreite für alle entsprechend. Die tatsächlichen Überbuchungsquoten vieler Provider liegen zum Teil bereits bei 1:30 in Deutschland und 1:60 im Ausland. Lassen Sie sich also besser die tatsächlich und dauerhaft für Sie zur Verfügung stehenden Leistungswerte schriftlich garantieren!

Als Geschäftskunde sollten Sie sich die dauerhafte verfügbare Bandbreite garantieren lassen. Überbuchte Leitungen sind als Lösung für eine professionelle Anbindung nur in Ausnahmefällen geeignet.

  • Unterstützung bei individuellen Anforderungen
    Produkte für Privatkunden funktionieren nach dem Prinzip der Masse. Eine möglichst große Anzahl identischer Dienstleistungen wird verkauft und mit vorab definierten Leistungs- und Service-Merkmalen versehen. Die Standardisierung reicht vom mitgelieferten Endgerät bis zu den vom Produktmanagement vorgegebenen Antworten in der Kundenhotline. Nur durch ein solches Vorgehen können Privatkundenanbieter ihre Dienste überhaupt zu solchen Preisen anbieten.
    Während ein Privatkunde für einen Sonderpreis gerne Kompromisse eingeht oder vollständig auf bestimmte Leistungsmerkmale verzichtet, sucht der Business-Kunde eine Lösung, die auf ihn zugeschnitten sein soll und der er sich möglichst wenig unterordnen muß. Schließlich gilt es, ein bestehendes Unternehmensnetzwerk um eine weitere Funktionalität zu erweitern, nicht aber, das vorhandene Equipment, sei es Hardware, Software oder die gewachsenen Strukturen, umzustoßen. Flexibilität und Individualität ist beim Anbieter gefragt, und diese bietet lediglich das Business-Produkt.
    Der optimale Anbieter zeigt sich flexibel bei der Skalierung der Bandbreiten, der Gestaltung von Vertragsdetails, Tarifmodellen und Service Level Agreements und bietet auf Kundenwunsch individuelle Hardware an, die eine nahtlose Anbindung an die bestehende Infrastruktur ermöglicht.
    Der optimale Anbieter sorgt für fundiertes technisches Know-How, das über das reine Kernprodukt hinausgeht (inhouse und durch externe Consultants) und betreut seinen Kunden auch dann in gleicher Qualität weiter, wenn der Auftrag unterschrieben ist.
    Der optimale Anbieter entwickelt eine Lösung auf der Basis der konkreten Gegebenenheiten beim Kunden und nicht auf der Basis seiner eigenen Produktliste.

Kaufen Sie kein Standardprodukt, bevor Sie sich nicht völlig sicher sind, daß Ihnen kein anderer Anbieter eine exakt auf Sie zugeschnittene individuelle Lösung bieten kann!