Landläufig wird mit großer Selbstverständlichkeit der englische Begriff Backbone in der Netzwerktechnologie benutzt. Um zu verstehen, was exakt gemeint ist, hilft es, das Bild zu nutzen, das hinter dem Begriff steht, nämlich das des Rückgrats. In dieser Funktion soll nämlich das Netzwerk-Backbone als zentrale Instanz einer Vernetzung als Grundlage dienen. Vom Backbone aus mit seinen Hochleistungs-Datenleitungen, die im Regelfall auf Glasfaserbasis realisiert werden, verästeln sich die vielen Anbindungen zu den regionalen Zentren und von dort aus zu den lokalen Orten und den einzelnen Anwendern. Backbone-Kapazitäten sind entsprechend dimensioniert und mehrfach gegen Überlastung, Störung oder Ausfälle abgesichert. Bandbreiten im 10Gbit/s Bereich zählen heute zur Selbstverständlichkeit, oft gehen die Leitungstrassen sogar darüber hinaus. Als zentrale technische Netzinfrastruktur stellt das Backbone die Quelle der Dienstleistungen dar, die ein Carrier gegenüber seinen Kunden erbringt. Der Aufbau und Betrieb eines Backbones stellt dementsprechend große (finanzielle wie technische und logistische) Herausforderungen dar, denen nur wenige Anbieter am Markt gewachsen sind.